Erzählt von Dieter Eppler.
Der Sinn dieses Märchens hat nichts an Aktualität verloren: Ein kaltes Herz steht in unserem Sprachgebrauch für Gefühllosigkeit, für Menschen ohne Mitleid, die nur ihren eigenen Vorteil sehen. Es wundert also niemand, dass es in dieser Geschichte um Geschäfte und um einen Emporkömmling geht, der vom armen Köhlerjungen zum Besitzer einer Glashütte aufsteigt, dessen Karriere sich aber niemand erklären kann. Es kann nur ein Zauber dahinter stecken.
Damals wie heute möchte jeder zum Freundeskreis eines Gewinners gehören und sich in dessen Glanz sonnen. Auch das erwartete Ende der Geschichte der tiefe Fall kommt uns bekannt vor, auch wenn Hauff diese Erzählung noch zum Guten wendet. Wilhelm Hauff arbeitet in seinem Märchen mit Bildern, die wir immer noch gut verstehen.
Jeder Abschnitt endet mit einer für Hauffs Zeit typischen Melodie von Schwarzwälder Flötenuhren, mechanischen Glockenspielen und Orchestrien.
Leicht gekürzte Fassung auf einer CD.